erkiesen

GrammatikVerb · erkor, hat erkoren
Aussprache
Worttrennunger-kie-sen
Wortzerlegunger-kiesen2
Wortbildung mit ›erkiesen‹ als Letztglied: ↗auserkiesen  ·  mit ›erkiesen‹ als Grundform: ↗erkoren
eWDG, 1967

Bedeutung

heute im Part. Prät. oder Prät.
gehoben jmdn., etw. erwählen
Synonym zu erküren
Beispiele:
jmd. ist zu großen Dingen erkoren
er hatte sie zu dieser schwierigen Aufgabe erkoren
unser Herr muß zuvor in Roma erkoren und bestätigt sein [le FortPapst181]
die Schönheit des erkorenen Objektes [Th. Mann11,293]
Sie sind ein von dem Weltgeist ganz besonders Erkorner [E. T. A. Hoffm.6,154]
zum Herrn erkorst du mich [HebbelI 6,169]
Inf. u. Präs.
veraltet
Beispiele:
daß Herr Peregrinus Tyß die Dörtje Elverdink ... zu seiner Frau Gemahlin erkiesen [solle] [E. T. A. Hoffm.6,148]
Zum Drehen und Walzen und lustigen Hopp / Erkieset sich jeder ein Schätzchen [GoetheHochzeitlied1,130]

Thesaurus

Synonymgruppe
auserkiesen  veraltet · auserküren  veraltet · erkiesen  veraltet · ↗erküren  veraltet
Synonymgruppe
aussuchen · ↗auswählen · ↗erwählen · ↗küren · ↗optieren (für) · ↗wählen  ●  ↗auserwählen  geh. · erkiesen (Partizip 2 = erkoren)  geh., veraltet · kiesen (Partizip 2 = gekoren)  geh., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ahnherr Drehkreuz Feindbild Hauptfeind Idol Intimfeind Kronprinz Kulturhauptstadt Leitfigur Leitmotiv Leitstern Leitthema Liebling Lieblingsfeind Markenzeichen Maskottchen Nachfolger Publikumsliebling Retter Schutzpatron Sommerresidenz Sündenbock Wahlheimat Wahlkampfthema Wahlverwandter Wappentier Wohnsitz Wunschkandidat auserkiesen ausgerechnet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erkiesen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das einmal erkorene Opfer entgeht ihm nur in den seltensten Fällen.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 02.03.1930
Sie alle gehören ihm, und sie alle können sein Volk werden, von ihm zum Heil erkoren.
Baeck, Leo: Das Wesen des Judentums, Frankfurt a. M.: Kauffmann 1932 [1905], S. 254
Die wurde offenbar als kaltherzig empfunden und zum Ort der Show erkoren.
Die Welt, 20.11.2003
Zum Staatsoberhaupt aber haben sie jetzt einen ehemaligen Kommunisten erkoren.
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2001
Den Begriff des Dienens hat sie demütig zum Symbol ihres Lebensabends erkoren.
Klabund: Kunterbuntergang des Abendlandes. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10449
Zitationshilfe
„erkiesen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erkiesen>, abgerufen am 16.07.2019.

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