erklingen

GrammatikVerb · erklang, ist erklungen
Aussprache
Worttrennunger-klin-gen
Grundformklingen
eWDG, 1967

Bedeutung

hell ertönen
Beispiele:
die Saiten, Glocken erklingen
die Gläser erklingen
aus dem geöffneten Fenster erklang ein frisches Lied
seine Stimme (kräftig) erklingen lassen
dann und wann erklang im Nebenzimmer ... das Räuspern Mamsell Jungmanns [Th. MannBuddenbrooks1,344]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klingen · abklingen · anklingen · Anklang · erklingen · verklingen · kling · Kling
klingen Vb. ‘einen (hellen) Klang von sich geben, (er)tönen’, übertragen ‘sich gut anhören, gut wirken’, ahd. klingan (8. Jh.), mhd. mnd. klingen, mnl. clinghen ‘hell tönen, erschallen, rauschen, plätschern’, daneben (mit abweichender, wohl expressiver Konsonanz im Inlaut) mnl. clinken, nl. klinken, engl. (aus dem Nl.?) to clink ‘klinken’ (s. ↗Klinke, ↗Klinker). Die Formen führen auf ie. *glengh-, eine nasalierte Erweiterung der unter ↗Klage (s. d.) angegebenen Schallwurzel ie. *gal- ‘rufen, schreien’. Zum Verb sind gebildet ↗Klinge, ↗klingeln, ↗Klang (s. d.). abklingen Vb. ‘leiser werden, verklingen, schwächer werden, nachlassen’ (2. Hälfte 18. Jh.). anklingen Vb. ‘anfangen zu klingen, an etw. erinnern, mit etw. übereinstimmen’ (2. Hälfte 17. Jh.); Anklang m. ‘durch Anschlag hervorgerufener Klang, leichte Ähnlichkeit, Zustimmung, Anerkennung’ (2. Hälfte 18. Jh.). erklingen Vb. ‘hell ertönen, zu klingen beginnen’, mhd. erklingen ‘erklingen (lassen, machen)’. verklingen Vb. ‘immer leiser werden und allmählich aufhören zu klingen’ (2. Hälfte 18. Jh.). kling Interjektion für einen hellen Ton (besonders beim Gläserklang), Schallwort zum Verb, mhd. klingā klinc!, auch in der Doppelung kling kling (17. Jh.), kling ling ling (18. Jh.); mit Sekundärablaut kling klang (Goethe). Substantivisch Kling m. ‘heller Klang’, mhd. klinc. Entsprechend Klingklang m.

Thesaurus

Synonymgruppe
erklingen · ↗erschallen · ↗ertönen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkord Arie Chor Choral Deutschlandlied Fanfare Festgottesdienst Gesang Glocke Glockenspiel Hochamt Hymne Kantate Lautsprecher Lied Melodie Missa Motette Musik Nationalhymne Off Orgel Orgelmusik Ouvertüre Pfarrgottesdienst Requiem Sinfonie Takt Ton Weihnachtslied

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erklingen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So sollen russische Weisen ebenso erklingen wie russische Märchen vorgelesen werden.
Die Welt, 04.03.2003
Ach ja, der Transrapid hat mit der WM zwar nichts zu tun, aber der Ruf danach ist am Tag nach der Entscheidung sofort wieder erklungen.
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2000
Und durch das ganze Buch soll immer das dröhnende Hämmern erklingen auf den riesigen, gewalzten Platten.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 203
Er verfügte also über vier Töne, die er beliebig erklingen lassen konnte.
Kirby, Percival R.: Buschmann- und Hottentottenmusik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 2128
Die schmetternde Musik noch übertönend erklingt die Stimme des kommandierenden Majors.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 21587
Zitationshilfe
„erklingen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erklingen>, abgerufen am 19.06.2019.

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