erlahmen

GrammatikVerb · erlahmte, ist erlahmt
Aussprache
Worttrennunger-lah-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›erlahmen‹ als Erstglied: ↗Erlahmung
eWDG, 1967

Bedeutung

in der Leistungsfähigkeit nachlassen
a)
schwach, müde werden
Beispiele:
bei der schweren Arbeit erlahmte ich bald, rasch
vom ununterbrochenen Schreiben erlahmt mir die Hand
sein Puls, Schritt erlahmte
ich stemmte mich gegen meine Stange, bis meine Arme erlahmten [H. W. RichterSpuren221]
bildlich
Beispiele:
die Kräfte erlahmten (= schwanden)
die heftigen Schneefälle haben den zivilen Flugverkehr teilweise erlahmen lassen (= haben ihn lahmgelegt)
die Heilkraft der Quelle könne erlahmen [WerfelBernadette287]
b)
übertragen im Eifer nachlassen, schwächer werden
Beispiele:
sein (Arbeits)eifer, seine Energie beginnt zu erlahmen
sein Interesse für das Theater war (noch nicht) erlahmt
die Phantasie, der Wille, Geist war erlahmt
ein nie erlahmender Eifer
der Redner versuchte, die erlahmende Aufmerksamkeit der Zuhörer von neuem zu fesseln

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) Kraft verlieren · Ermüdungserscheinungen zeigen · erlahmen · lahmen · müde werden · ↗nachlassen · schlechter werden · schwächer werden · sich verschlechtern  ●  ↗schwächeln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
erlahmen · ↗festfahren · ↗gleichbleiben · ins Stocken geraten · ins Stocken kommen · lahm liegen · ↗ruhen · ↗stagnieren · ↗stehen bleiben · ↗stillstehen · ↗stocken  ●  ↗einfrieren  fig. · auf Eis liegen  ugs., fig. · nicht weiterkommen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
abbauen · am Ende seiner Kräfte sein · die Kräfte verlieren · erlahmen · ↗ermatten · ↗ermüden · ↗erschlaffen · kraftlos werden · müde werden · ↗nachlassen · nicht mehr (weiter) können · schlapp machen · ↗schlappmachen · ↗versagen  ●  ↗abkacken  derb · am Ende sein  ugs.
Assoziationen
  • erlahmen · ↗festfahren · ↗gleichbleiben · ins Stocken geraten · ins Stocken kommen · lahm liegen · ↗ruhen · ↗stagnieren · ↗stehen bleiben · ↗stillstehen · ↗stocken  ●  ↗einfrieren  fig. · auf Eis liegen  ugs., fig. · nicht weiterkommen  ugs.
  • nichts in den Armen haben  ●  Pudding in den Armen haben  ugs., fig. · nix inne Mauen haben  ugs., ruhrdt., veraltend, rheinisch
  • (die) Kraft verlieren · Ermüdungserscheinungen zeigen · erlahmen · lahmen · müde werden · ↗nachlassen · schlechter werden · schwächer werden · sich verschlechtern  ●  ↗schwächeln  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwehrkraft Antrieb Aufschwung Auftriebskraft Dynamik Ehrgeiz Eifer Elan Gegenwehr Hilfsbereitschaft Interesse Kampfkraft Neugier Reformeifer Reformschwung Reformwille Reformwillen Schaffenskraft Schwung Wachsamkeit Wachstumskraft Widerstand Widerstandskraft allmählich bald erlöschen irgendwann rasch schlagartig zusehends

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erlahmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Längst ist die "weiße Bewegung" erlahmt, doch folgenlos ist sie nicht geblieben.
Der Tagesspiegel, 11.03.2001
Das Ziel sei "noch lange nicht erreicht", die Unterstützung der Verwaltung beginne aber bereits zu erlahmen.
Die Welt, 24.03.2000
Trotz seines schweren Schicksals erlahmte er nicht in seiner schöpferischen Tätigkeit.
Honolka, Kurt: Smetana. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1965], S. 4089
Sie hätten, mißtrauisch wie sie sonst sind, die Aufsicht nicht erlahmen lassen dürfen.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 115
Manche erlahmten nach Stunden, manche nach Tagen; manche hielten aus.
Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1913, Nr. 10, Bd. 65
Zitationshilfe
„erlahmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erlahmen>, abgerufen am 21.10.2019.

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