erlen

GrammatikAdjektiv
Worttrennunger-len
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

aus Erlenholz (gemacht)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Erle · erlen · Erlkönig
Erle f. an feuchten Stellen wachsender Laubbaum. Der germ. Baumname ahd. elira (9. Jh.), mit Metathese erila (10. Jh.), mhd. erle, asächs. elis, mnd. alre, elre, else, eller (vgl. nordd. Eller), mnl. else, nl. els, aengl. alor, aler, engl. alder, anord. elri, elrir, alri, ǫlr, dän. el (ein aus span. aliso ‘Erle’ erschlossenes got. *aliza oder *alisa bleibt unsicher; vgl. Corominas 1, 134) ist verwandt mit aruss. olьcha, serb.-kslaw. jelьcha, russ. ol’chá (ольха) ‘Erle’, lit. al̃ksnis, lat. alnus. Diese Namen werden als Bildungen mit s-Suffixen (im Germ. vornehmlich *alisō, *alizō) auf die vor allem in Tier- und Pflanzennamen auftretende Farbwurzel ie. *el-, *ol- ‘rot, braun’ (s. ↗Ulme, ↗Lamm, ↗Iltis) zurückgeführt, zu der auch ahd. elo (flektiert elawēr) ‘gelb’ (um 800) gehört, so daß die Benennung an die rötlich-gelbe Farbe des Holzes anknüpft. erlen Adj. ‘aus Erlenholz’, ahd. erilīn (Hs. 12. Jh.), mhd. erlīn. Erlkönig m. dän. ellekonge (aus elve(r)konge) ‘Elfenkönig’ wird von Herder (1778) in Anlehnung an nordd. Eller fälschlich als Erl(en)könig übersetzt; von Goethe 1782 für seine Ballade übernommen.

Verwendungsbeispiel für ›erlen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erlene Barsdale, Besitzerin einer Boutique und Frau des prominenten Anwalts Fred Barsdale, war in ihrem Laden vergewaltigt und erschossen worden.
Süddeutsche Zeitung, 23.06.2000
Zitationshilfe
„erlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erlen>, abgerufen am 06.04.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
erleiden
Erleichterung
erleichtern
Erlegung
erlegen
Erlenbruch
Erlenbusch
Erlengebüsch
Erlengehölz
Erlenholz