erquicklich

Grammatik Adjektiv · Komparativ: erquicklicher · Superlativ: am erquicklichsten
Aussprache  [ɛɐ̯ˈkvɪklɪç]
Worttrennung er-quick-lich
Wortzerlegung erquicken -lich
Wortbildung  mit ›erquicklich‹ als Erstglied: Erquicklichkeit
eWDG

Bedeutung

erfreulich, angenehm
Beispiele:
erquickliche Kühle herrschte
es wurden leider wenig erquickliche Resultate erzielt
es gab keinen erquicklichen Anlass zum Schreiben
ihr Zusammenleben war, verlief wenig erquicklich
die Aussichten sind nicht sehr erquicklich
ohne sein Zutun strömten ihm die Gedanken von diesem Gegenstand weg zu erquicklicheren [ A. ZweigEinsetzung272]
es war die Nacht darauf erquicklich kühl und feucht in den Straßen [ HeyseI 3,385]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

queck · quick · quecken · quicken · erquicken · erquicklich · unerquicklich · Quecksilber · Quickborn · quicklebendig
queck, quick Adj. ‘lebendig, rege, munter’, ahd. (8. Jh.), mhd. quec, mnd. nd. quick ‘lebendig, frisch’, nhd. bewahrt im Westd. und Nordd., sonst abgelöst von der Anlautsvariante keck (s. d.; daselbst auch Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft). Vom Adjektiv abgeleitet quecken, quicken Vb. ‘lebendig machen, beleben’, ahd. quicken (9. Jh.), mhd. quicken, quecken, mnd. quecken; nhd. quicken ‘beleben’ nur noch dichterisch (vereinzelt bis Anfang 19. Jh.), doch bewahrt in erquicken Vb. ‘neu beleben, laben, erfrischen’, ahd. irquicken ‘lebendig machen, beleben’ (um 800), mhd. erquicken, mnd. erquicken, erquecken. erquicklich Adj. ‘erfreulich, belebend’ (Ende 15. Jh.); unerquicklich Adj. ‘unerfreulich, unangenehm’ (17. Jh.). Quecksilber n. silberfarbenes, bei Normaltemperaturen flüssiges Metall, das in schnellbewegliche Kügelchen zerfällt, ahd. quecsil(a)bar (um 800), mhd. quec-, kecsilber, mnd. quiksulver, mnl. quicsilver, quecsilver, nl. kwikzilver, aengl. cwicseolfor, engl. quicksilver, schwed. (aus dem Mnd.) kvicksilver. Übersetzung von lat. argentum vīvum, eigentlich ‘lebendiges Silber’. Zu den Kompositionsgliedern s. keck und Silber. Quickborn m. ‘Jungbrunnen’, eigentlich ‘lebendiger, sprudelnder Brunnen, Quelle’, aus dem Nd. (19. Jh.), ahd. quecbrunno, mhd. quecbrunnr, nhd. Queckbrunnen, daneben auch frühnhd. keck brunn. quicklebendig Adj. ‘sehr lebhaft, beweglich, temperamentvoll’ (19. Jh.), Kompositum aus mnd. nd. quick ‘lebendig, frisch’ (s. oben) und lebendig (s. d.), dessen gleichbedeutende Glieder eine Verstärkung zum Ausdruck bringen.

Thesaurus

Synonymgruppe
angenehm · erbaulich · erfreulich · ergötzlich · erhebend · glücklich · gut · günstig · herzerfrischend · vorteilhaft · wohltuend  ●  charmant  fig. · gefreut  schweiz. · pläsierlich  veraltet · sympathisch  fig. · erquicklich  geh. · ersprießlich  geh. · herzerquicklich  geh.
Assoziationen
  • aktivierend · anregend · aufmunternd · belebend · die Lebensgeister wecken(d) · erfrischend · erquickend · herzerfrischend · spritzig · stimulierend · stärkend  ●  animativ  lat. · analeptisch  fachspr., griechisch · prickelnd  ugs. · vitalisierend  geh., bildungssprachlich

Typische Verbindungen zu ›erquicklich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erquicklich‹.

Verwendungsbeispiele für ›erquicklich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was den Designer erfreut, ist indes wenig erquicklich für den Verkauf. [Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02]
Und wenn es Überraschungen gab, dann fand man die erquicklich. [Die Welt, 07.01.2005]
Und alles im Garten und auf den Wegen stand und reckte sich in dieser erquicklichen Feuchtigkeit. [Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 192]
Trotzdem ist dies allenfalls nebenbei ein Anti‑Kohl‑Buch; es wäre sonst nicht die erquickliche Lektüre, die es in der Tat ist. [Die Zeit, 23.10.2000, Nr. 43]
Die achtziger Jahre waren nicht eben erquicklich für die dänische Tourismusindustrie. [Die Zeit, 12.04.1991, Nr. 16]
Zitationshilfe
„erquicklich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erquicklich>.

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