erraffen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-raf-fen
Wortzerlegunger-raffen
eWDG, 1967

Bedeutung

Geld, Wertgegenstände an sich raffen, etw. gierig ergreifen
Beispiele:
sie hatten noch nicht genug errafft, wollten immer noch mehr erraffen
rechtswidrig errafftes Gut, Land
sie konnte in der Eile nur das Nötigste erraffen
Die Begierde, Reichtümer zu erraffen, las man in allen Augen [Kellerm.Totentanz117]
durch Spekulationen das erträumte Vermögen erraffen [St. ZweigBalzac138]

Verwendungsbeispiele für ›erraffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Mann muss hinaus ins feindliche Leben, muss wirken und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen.
Die Zeit, 08.10.2001, Nr. 41
Skrupellos in Gelddingen, errafft er sich die Mittel für eine erste selbständige Expedition.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1017
Der Tempel- und Palastschatz, der ganze Reichtum, den Jojakim sich errafft hatte, fiel in Ihre Hände.
Kraus, Hans-Joachim: Israel. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 27351
Unten im Süden haben die Lampongs schon seit Jahrhunderten durch den Anbau von Gewürzen Reichtümer errafft.
Die Zeit, 07.01.1957, Nr. 01
Zitationshilfe
„erraffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erraffen>, abgerufen am 06.04.2020.

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