Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

erschnappen

Grammatik Verb
Worttrennung er-schnap-pen
Wortzerlegung er- schnappen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. etw. schnappend erhaschen
  2. 2. [umgangssprachlich] etw. zufällig sehen, hören, aufschnappen
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. schnappend erhaschen
Beispiele:
der Hund hat ein Stück Fleisch erschnappt
wie sie [die Brotkrumen] […] von den Fischen erschnappt wurden [ HesseUnterm Rad1,382]
2.
umgangssprachlich etw. zufällig sehen, hören, aufschnappen
Beispiele:
Gustav erschnappte einen haßerfüllten […] Blick [ JahnnHolzschiff85]
Im Hinausgehen erschnappte ich gerade noch, wie die Leni herausweinte [ O. M. GrafMitmenschen93]

Verwendungsbeispiele für ›erschnappen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Hund versuchte den Fuß zu erschnappen, aber das klappte nicht mehr. [Regener, Sven: Herr Lehmann, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2006 [2001], S. 14]
Der Hund, der zu viel erschnappen wolle, verliere gemeiniglich alles. [Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 775]
Das gibt ihm die Zeit, die Großmutter zu "erschnappen" – was für ein schönes Wort! [Die Welt, 16.03.2005]
Die Kunst bestand darin, einen Anlauf zu nehmen und die Wurst derartig anzuspringen, daß man sie mit den Zähnen erschnappen konnte. [Wildgans, Anton: Musik der Kindheit, Ein Heimatbuch aus Wien. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 2788]
Zitationshilfe
„erschnappen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erschnappen>.

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