erschnappen

GrammatikVerb
Worttrennunger-schnap-pen (computergeneriert)
Grundformschnappen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. schnappend erhaschen
Beispiele:
der Hund hat ein Stück Fleisch erschnappt
wie sie [die Brotkrumen] ... von den Fischen erschnappt wurden [HesseUnterm Rad1,382]
2.
umgangssprachlich etw. zufällig sehen, hören, aufschnappen
Beispiele:
Gustav erschnappte einen haßerfüllten ... Blick [JahnnHolzschiff85]
Im Hinausgehen erschnappte ich gerade noch, wie die Leni herausweinte [O. M. GrafMitmenschen93]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Hund versuchte den Fuß zu erschnappen, aber das klappte nicht mehr.
Regener, Sven: Herr Lehmann, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2006 [2001], S. 14
Der Hund, der zu viel erschnappen wolle, verliere gemeiniglich alles.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 775
Das gibt ihm die Zeit, die Großmutter zu "erschnappen" - was für ein schönes Wort!
Die Welt, 16.03.2005
Die Kunst bestand darin, einen Anlauf zu nehmen und die Wurst derartig anzuspringen, daß man sie mit den Zähnen erschnappen konnte.
Wildgans, Anton: Musik der Kindheit, Ein Heimatbuch aus Wien. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 2788
Zitationshilfe
„erschnappen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erschnappen>, abgerufen am 23.03.2019.

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