Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ersehnen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung er-seh-nen
Wortbildung  mit ›ersehnen‹ als Letztglied: heiß ersehnt · heißersehnt
eWDG

Bedeutung

etw., jmdn. sehnsüchtig erwarten, herbeiwünschen
Beispiele:
etw. heiß, in Gedanken, heimlich ersehnen
Abwechslung, Ruhe, den Tod ersehnen
sich [Dativ] einen Freund, Erben ersehnen
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiele:
das ersehnte Ziel erreichen
der ersehnte Brief, die ersehnte Gelegenheit ist endlich da
er konnte den ersehnten Schlaf nicht finden

Thesaurus

Synonymgruppe
(inständig) verlangen nach · (jemandem) steht der Sinn nach · (sich) sehnen nach · ...närrisch · Lust haben (auf) · aus sein auf · begehren · begehrlich nach · begierig auf · besessen von · brennen auf · ersehnen · fiebern nach · gieren (nach) · herbeisehnen · herbeiwünschen · kaum erwarten können · nicht warten können auf · schmachten nach · sehnlichst begehren · sehnlichst vermissen · spitzen auf · süchtig nach · unbedingt haben wollen · vergehen nach · verrückt nach · versessen auf · vor Lust (auf etwas) vergehen · vor Verlangen (nach etwas) vergehen  ●  (sehr) verlangen nach  Hauptform · hinter etwas her (sein) wie der Teufel hinter der armen Seele  sprichwörtlich · hungern nach  fig. · (einen) Gieper (haben) auf  ugs. · (einen) Jieper haben (auf)  ugs., norddeutsch · (ganz) wild auf (etwas)  ugs. · (jemandem) (das) Wasser im Mund zusammenlaufen (beim Gedanken an)  ugs. · (jemanden) gelüsten nach  geh. · (sehr) hinter (etwas) her sein  ugs. · (sich die) Finger lecken nach  ugs., fig. · (sich) alle zehn Finger lecken (nach)  ugs., fig. · (sich) verzehren nach  geh. · begehren nach  geh. · dürsten nach  geh., poetisch, fig. · erpicht auf  geh., veraltend · geil auf (etwas)  ugs. · giepern nach  ugs., regional · heiß auf (etwas)  ugs. · jiepern nach  ugs., regional · lange Zähne kriegen  ugs., selten · lechzen (nach)  geh. · scharf auf (etwas)  ugs. · spitz sein auf  ugs. · verrückt auf (etwas)  ugs. · verschmachten (nach)  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›ersehnen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ersehnen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ersehnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nicht einmal ein besseres Leben in wirtschaftlicher Sicherheit ersehnte sie sich. [Süddeutsche Zeitung, 06.08.1999]
Schlimmer, als etwas nicht zu bekommen, ist, es nicht einmal ersehnt zu haben. [Süddeutsche Zeitung, 20.12.2003]
Wir ersehnen ein Umdenken der Führung, wollen zu Hause für Veränderungen kämpfen. [Die Zeit, 05.10.2009, Nr. 40]
Man sollte glauben wie ersehnen, daß alles gut gemacht werden kann. [Die Zeit, 11.02.1974, Nr. 06]
Es war ein großer Genuß, und hier gab uns das Auto nun wirklich, was wir von ihm ersehnt hatten. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1936. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1936], S. 86]
Zitationshilfe
„ersehnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ersehnen>.

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