erstreben

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung er-stre-ben
Wortzerlegung er- streben
Wortbildung  mit ›erstreben‹ als Erstglied: Erstrebung  ·  mit ›erstreben‹ als Grundform: Erstreben
eWDG

Bedeutung

gehoben etw. zu erreichen suchen
Beispiele:
ein Ziel erstreben
Frieden, Wohlstand erstreben
das Recht auf Selbstbestimmung erstreben

Thesaurus

Synonymgruppe
(auf etwas) aus sein · (etwas) in den Blick nehmen · (sich etwas) fest vornehmen · (sich etwas) in den Kopf setzen · (sich etwas) zum Programm gemacht haben · (sich etwas) zum Ziel setzen · (sich) konzentrieren (auf) · abzielen (auf) · anpeilen · anstreben · anvisieren · bezwecken · darauf aus sein (zu + Infinitiv) · erstreben · es abgesehen haben auf · es anlegen auf · im Sinn(e) haben · ringen um · streben nach · vorhaben  ●  (erreichen) wollen  Hauptform · (etwas) im Schilde führen  negativ · (sich etwas) auf die Fahnen geschrieben haben  fig. · abstellen (auf)  geh. · hinter etwas her sein  ugs. · sinnen (auf)  geh., veraltend · trachten (nach)  geh., veraltend · willens sein  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (einen) Plan fassen · (sich etwas) vornehmen · (sich) Ziele setzen · (sich) Ziele stecken · (sich) anschicken · (sich) daranmachen · festlegen · planen · vormerken  ●  (sich etwas) auf die Fahnen schreiben  fig. · in den Blick nehmen  fig. · Pläne schmieden  ugs. · ins Auge fassen  ugs.
  • (ein) gutes Wort einlegen (für) · (etwas) tun für · (sich) bemühen (um) · (sich) engagieren · (sich) starkmachen (für) · Partei ergreifen (für, gegen) · agitieren (für, gegen) · eintreten für · kämpfen (für, um) · propagieren · streiten (für) · werben (für)  ●  (eine) Lanze brechen für  fig. · (sich) einsetzen (für)  Hauptform · (sich) aus dem Fenster hängen (für)  ugs., fig.
  • (es sich) zur Aufgabe machen · (für etwas) Sorge tragen · (seine) Aufgabe darin sehen · (sich) (alle) Mühe geben · (sich) bemühen (um) · (sich) kümmern · (sich) mühen · bestrebt sein · darauf aus sein (zu) · sich ins Zeug legen  ●  (einer Sache) Sorge tragen  geh. · (jemandem) wichtig sein  ugs. · (jemandes ganzes) Dichten und Trachten  geh., veraltet · (sich) (einer Sache) befleißigen  geh. · (sich) (etwas) angelegen sein lassen  geh.
  • (etwas) mit allen Fasern seines Herzens (wollen) · alles einem Ziel unterordnen · nur noch ein (einziges) Ziel kennen · nur noch ein Ziel haben · nur noch ein(e)s im Sinn haben  ●  (jemandes) ganzes Sinnen und Trachten (ist)  variabel · nur noch für (ein Ziel) leben  variabel

Typische Verbindungen zu ›erstreben‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erstreben‹.

Verwendungsbeispiele für ›erstreben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Niemals in der Zeit vor 1800 hatte ein Bild eine auch nur annähernd ähnliche Wirkung erstrebt. [Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 181]
Die tschechischen Patrioten erstrebten etwas wie die staatsrechtliche Erneuerung des alten böhmischen Königreiches. [Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 9201]
Gemeinsam erstrebten sie aber "das Positive für den einzelnen Bürger". [Der Spiegel, 06.12.1982]
Da wir also den Frieden wollen, erstreben wir auch die Lösung der deutschen Frage mit den Mitteln des Friedens. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1967]]
Die Praxis der E. erstrebt, bestimmte Wege zu weisen, um ihre Ziele zu erreichen. [Loeffler, L.: Eugenik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2560]
Zitationshilfe
„erstreben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erstreben>.

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