erstreiten

Grammatik Verb · erstreitet, erstritt, hat erstritten
Aussprache 
Worttrennung er-strei-ten
Wortzerlegung er-streiten
eWDG

Bedeutung

gehoben etw. erkämpfen
Beispiele:
die Armee hatte den Sieg erstritten
den Frieden erstreiten
die Herrschaft über ein Gebiet erstreiten
sich [Dativ] sein Recht erstreiten
Juraein Urteil erstreiten (= durch die Prozessführung erreichen)
Juradie Durchsetzung des erstrittenen Urteils

Thesaurus

Synonymgruppe
durchbringen · ↗durchdrücken · ↗durchsetzen · ↗erringen · erstreiten · ↗erwirken · ↗erzwingen  ●  ↗durchboxen  fig. · durchstieren  schweiz. · ↗ertrotzen  geh., veraltend
Assoziationen
  • (sich) energisch durchsetzen  ●  (mit der Faust) auf den Tisch hauen  fig.
  • im Hauruckverfahren · im Schnelldurchgang · kurzen Prozess machen · ↗ohne (viel) Federlesens · ohne große Diskussion · ohne sich (lange) mit Formalitäten aufzuhalten  ●  ↗durchdrücken  ugs. · ↗durchpauken  ugs. · ↗durchpeitschen  ugs.
  • einklagen · gerichtlich erstreiten · per Gericht durchsetzen

Typische Verbindungen zu ›erstreiten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erstreiten‹.

Verwendungsbeispiele für ›erstreiten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst 1918 gewährte die britische Regierung den Frauen teilweise das Wahlrecht, zehn Jahre später endlich erstritten sie das uneingeschränkte Recht zur Wahl.
Der Tagesspiegel, 18.02.2001
Das von den unehelichen Kindern 1974 erstrittene Erbrecht verhinderte diese Pläne.
Die Zeit, 22.02.1988, Nr. 08
Als die City ihre Unabhängigkeit erstritten hatte, fielen die Ausgegliederten auf vorkybernetische, maschinelle Produktionsweisen zurück.
Bädekerl, Klaus: Werthers Freundin. In: Hoffmann, Raoul (Hg.) Auf Live und Tod, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1983 [1979], S. 153
Diese Aspekte können immer wieder störend wirken, und sie können es erschweren, das Gleichgewicht der Waage zu erstreiten.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 20
Der im öffentlichen Räsonnement ermittelte Konsensus weicht dem nicht-öffentlich erstrittenen oder einfach durchgesetzten Kompromiß.
Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit, Neuwied: Luchterhand 1965 [1962], S. 189
Zitationshilfe
„erstreiten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erstreiten>, abgerufen am 17.01.2021.

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