ertönen

GrammatikVerb · ertönte, ist ertönt
Aussprache
Worttrennunger-tö-nen (computergeneriert)
Grundformtönen
eWDG, 1967

Bedeutung

hörbar werden
Beispiele:
eine Stimme, ein Schrei, Lachen ertönt
Kommandos ertönen
aus dem Lautsprecher ertönte das Pausenzeichen
Musik, Gesang ertönte auf der Straße
die Ouvertüre, das Vorspiel zum dritten Akt ertönte
soeben ist der Gong zur zweiten Runde (im Boxkampf) ertönt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ton2 · tönen · getönt · ertönen · betonen · Betonung · vertonen · Tonart · Tonleiter
Ton2 m. ‘Klang, Laut, Betonung, Akzent, Farbe in bestimmter Abstufung’, mhd. dōn, tōn ‘Melodie, Lied, Gesang, auf einem Instrument gespielte Weise, Strophenform, Laut, Stimme, Art und Weise, Schall, Krach’, mnd. dōn(e) ist entlehnt aus lat. tonus ‘Ton, Klang, Akzent, Farbton, Spannung’, spätlat. ‘Melodie’, griech. tónos (τόνος) ‘Spannung, Seil, Saite, Sehne, Spannung der Stimme’; vgl. griech. té͞inein (τείνειν) ‘strecken, dehnen, spannen, ausdehnen, sich erstrecken’ (s. ↗dehnen). Daneben besteht ahd. tuni ‘das Dröhnen’ (11. Jh.), aengl. dyne, dynn, engl. din ‘Getöse, Lärm’, anord. dynr ‘Lärm’; ahd. tuni fällt mit der zuvor genannten Entlehnung zusammen, so daß mhd. dōn, tōn auch die Bedeutung ‘Geräusch, Schall, Krach’ fortsetzt. Mit dem germ. Substantiv ist verwandt das Verb mhd. dünen, dunen ‘dröhnen, donnern’, asächs. dunnian ‘dröhnen’, mnd. dȫnen, aengl. dynian ‘lärmen, tönen’, engl. to din ‘schreien, grölen, betäuben’, anord. dynja ‘dröhnen, hervorstürzen’, außergerm. sind vergleichbar aind. dhúniḥ ‘rauschend, brausend, tosend’, dhvánati ‘tönt’, lit. dundė́ti ‘dröhnen’, so daß von einer lautnachahmenden Wurzel ie. *dhu̯en-, *dhun- ‘dröhnen, tönen’ ausgegangen werden kann. tönen Vb. ‘als Ton oder Schall weithin hörbar sein, Töne, Klänge von sich geben, sich wichtig machen, eine Färbung geben’, mhd. dœnen ‘singen, spielen’; getönt Part.adj. ‘gefärbt, in der Färbung abgestuft’ (19. Jh.). ertönen Vb. ‘erklingen, erschallen, plötzlich zu tönen beginnen’ (Anfang 16. Jh.). betonen Vb. ‘mit Nachdruck aussprechen, nachdrücklich mit Worten unterstreichen, auf etw. Gewicht legen, hervorheben, akzentuieren’ (18. Jh.); Betonung f. (18. Jh.). vertonen Vb. ‘zu einem Text die Musik schreiben’ (Anfang 20. Jh.). Tonart f. auf einem Grundton beruhende und ein bestimmtes Tongeschlecht aufweisende Stufenfolge von Tönen, Tonleiter f. stufenweise vom Grundton ausgehende Folge von Ganz- und Halbtönen innerhalb einer Oktave (beide 1. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
erklingen · ↗erschallen · ertönen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alarmsignal Anpfiff Besetztzeichen Buhruf Fanfare Frauenstimme Freizeichen Geräusch Geschrei Glocke Gong Hymne Klang Klingel Klingelzeichen Lautsprecher Marschmusik Melodie Nationalhymne Off Pfiff Ruf Schlachtruf Schlusssirene Schlußpfiff Schrei Sirene Trillerpfeife Warnsignal lauter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ertönen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber kann sie nicht doch ertönen, in kühnen seltsamen Klängen?
Süddeutsche Zeitung, 27.06.2001
Kaum hatte er dies gedacht, da ertönte draußen ein gewaltiger Lärm.
Der Tagesspiegel, 10.06.2001
Ein vergnügtes Lachen ertönte aus der Ecke von meiner Mutter Sofa.
Keller, Paul: Ferien vom Ich, München: Bergstadtverl. Korn 1963 [1915], S. 284
Es kann der Ausdruck des Wohlbefindens sein und ertönt dann vor allem an warmen, sonnigen Tagen.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 116
Als jener schauerliche Ruf zum vierten Male ertönte, stand der keuchende fette Mann an Deck.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 25
Zitationshilfe
„ertönen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ertönen>, abgerufen am 17.09.2019.

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