Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ertrotzen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung er-trot-zen
Wortzerlegung er- trotzen
eWDG

Bedeutung

etw. durch Trotz erreichen, erzwingen
Beispiele:
sie hat bei ihren Eltern ertrotzt, dass sie die Fahrt mitmachen darf
sich [Dativ] eine Erlaubnis, einen Vorteil ertrotzen
in der Revolution hatte sich [Dativ] das Volk eine Verfassung ertrotzt

Thesaurus

Synonymgruppe
durchbringen · durchdrücken · durchpeitschen · erstreiten · erzwingen  ●  durchboxen  fig. · durchpauken  bundesdeutsch · durchsetzen  Hauptform · durchstieren  schweiz. · ertrotzen  geh., veraltend
Assoziationen
  • (sich) energisch durchsetzen  ●  (mit der Faust) auf den Tisch hauen  fig.
  • im Hauruckverfahren · im Schnelldurchgang · kurzen Prozess machen · ohne (viel) Federlesens · ohne große Diskussion · ohne sich (lange) mit Formalitäten aufzuhalten
Synonymgruppe
(jemandem etwas) abtrotzen · (sich etwas) ertrotzen  ●  (jemandem etwas) abringen  fig.

Typische Verbindungen zu ›ertrotzen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ertrotzen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ertrotzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Stark wurden Parlamente, wenn sie anmaßend waren, sich Rechte ertrotzten, Konflikte offen legten. [Die Welt, 11.06.2004]
Das mußten auch wir uns damals von den Alten erst ertrotzen. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 02.03.1914]
Da hat es ein fremdes Wort leicht, sich ein Heimatrecht zu ertrotzen. [Süddeutsche Zeitung, 19.12.1998]
In diesem Land muß man sich sein Recht und sein Leben ertrotzen. [konkret, 1983]
Von Reform zu Reform haben sich die Abgeordneten dann Rechte ertrotzt. [Süddeutsche Zeitung, 15.04.2000]
Zitationshilfe
„ertrotzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ertrotzen>.

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