eruptiv

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungerup-tiv
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›eruptiv‹ als Erstglied: ↗Eruptivgestein
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Geologie durch Eruption entstanden
Beispiel:
eruptives Gestein
2.
gehoben wie eine Eruption wirkend
Beispiele:
die ungeheure eruptive Kraft seiner [Balzacs] Produktion, die ständig ... feurige Masse herausschleudert, Menschen, Gestalten, Schicksale [St. ZweigBalzac70]
[er] war seltsam unausgeglichen, eruptiv, voller innerer Gegensätze [Weiskopf4,508]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eruption · eruptiv · Eruptivgestein
Eruption f. ‘explosionsartiger Ausbruch’ (17. Jh.), in der Geologie ‘vulkanischer Ausbruch’, in der Medizin ‘Ausbruch einer Hautkrankheit, Hautausschlag’ (beide 18. Jh.), in der Astronomie ‘Strahlungsausbruch auf der Sonne’ (20. Jh.), aus lat. ēruptio (Genitiv ēruptiōnis) ‘das Hervorbrechen, Ausbruch’ sowie (bei den römischen Ärzten) ‘Hautausschlag’, zu lat. ērumpere (ēruptum) ‘heraus-, hervor-, ausbrechen’; lat. rumpere (ruptum) ‘(zer)brechen, zerreißen, zerspringen’ und ↗ex- (s. d.). eruptiv Adj. ‘durch vulkanische Explosion entstanden’, übertragen ‘hervorbrechend, heftig wirkend’ (19. Jh.); vgl. frz. éruptif (18. Jh.). Eruptivgestein n. ‘Gestein vulkanischen Ursprungs’ (2. Hälfte 19. Jh.), anfangs auch Eruptionsgestein.

Thesaurus

Synonymgruppe
ausbrechend · eruptiv · hervorbrechend
Assoziationen
  • Vulkan  ●  Feuer speiender Berg  ugs. · feuerspeiender Berg  ugs.
Synonymgruppe
augenblicklich · ↗blitzartig · eruptiv · im Handumdrehen · im Nu · in einem Wink · innerhalb kürzester Zeit · mir nichts, dir nichts · ↗ruckartig · ↗zusehends  ●  im Nullkommanichts  ugs. · im Nullkommanix  ugs. · in null Komma nichts  ugs. · mit einem Ruck  ugs. · ratz-fatz  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfall Ausbruch Charakter Entladung Gefühlsausbruch Gewalt Gewaltausbruch Kraft Leidenschaft Moment Phase Reaktion Schub Temperament Veränderung entladen geradezu gewaltig hervorbrechen spontan

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eruptiv‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was bis dahin evolutionär nicht erreicht sei, werde sich eruptiv Bahn brechen.
Die Zeit, 06.10.2005, Nr. 41
Neben den erschreckend eruptiven Bildern haben es jedoch die leisen Momente besonders in sich.
Der Tagesspiegel, 08.10.2001
Von der eruptiven Leidenschaft der ersten Periode ist nichts mehr übrig.
Ringbom, Nils-Eric: Sibelius. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1965], S. 3684
Andere, und zwar eruptive Kräfte schützten die Zeugnisse im Cantal-Gebiet in Südfrankreich.
Rust, Alfred: Der primitive Mensch. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 391
Dementsprechend ist von Gesetzmäßigkeiten in der Zusammensetzung der Sedimentgesteine, wie wir sie bei den eruptiven Gesteinen gesehen haben, keine Rede.
Vageler, Paul: Bodenkunde, Berlin: de Gruyter 1921 [1909], S. 17
Zitationshilfe
„eruptiv“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eruptiv>, abgerufen am 12.12.2019.

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