erwähnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-wäh-nen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›erwähnen‹ als Erstglied: ↗erwähnenswert  ·  mit ›erwähnen‹ als Grundform: ↗erwähnt
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. erwähnenüber jmdn., etw. in einem größeren Zusammenhang kurz berichten, jmdn., etw. beiläufig nennen
Beispiele:
etw. am Rande, nebenbei erwähnen
etw. mit keiner Silbe erwähnen
er hat davon, hierüber nichts erwähnt
davon ist nichts erwähnt worden
sie hat ihn in ihrem Referat mehrfach erwähnt
ich vergaß zu erwähnen, dass ...
die Stadt, der Name wird urkundlich erstmalig um 1300 erwähnt (= genannt, angeführt)
veraltet jmds., einer Sache erwähnen
Beispiel:
Auch der jüngeren Kinder wurde erwähnt [Th. MannBuddenbrooks1,621]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

erwähnen · Erwähnung
erwähnen Vb. ‘kurz davon sprechen, beiläufig nennen’. Dem seit 1550 im Omd. bezeugten, gewiß aber älteren (s. ↗Erwähnung) Verb entspricht (mit anderem Präfix) gleichbed. ahd. giwahanen neben giwahan (9. Jh.), mhd. gewähenen neben gewahen und (mit grammatischem Wechsel) mnd. gewāgen, mnl. ghewāghen, nl. gewagen. Das Paradigma des ahd. mhd. Verbs weist starke Präteritalformen (ohne Nasal und mit grammatischem Wechsel) auf. Das schwach flektierende Präsens erklärt sich wohl aus der Umbildung eines ursprünglich starken Nasalpräsens. Verwandt sind ahd. giwaht ‘Andenken, Erwähnung, Meinung’ (9. Jh.), anord. vāttr ‘Zeuge’, aengl. wōma ‘Laut, Lärm’, anord. ōmun ‘Laut, Stimme’ und in außergerm. Sprachen aind. vívakti ‘redet, spricht, sagt’, vā́k ‘Rede, Spruch, Ruf, Lied’, griech. épos (ἔπος) ‘Wort, Rede’ (s. ↗Epos), lat. vocāre ‘rufen’, vōx (Genitiv vōcis) ‘Stimme’ (s. ↗Vokal); zuerschließen ist eine Wurzel ie. *u̯eku̯- ‘sprechen’. Im Nhd. werden die auf das Präfix folgenden Silben kontrahiert, daraus ergibt sich lautlicher Zusammenfall mit nicht verwandtem wähnen (s. ↗Wahn). Erwähnung f. (omd. 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
anführen · ↗angeben · ↗aufführen · ↗auflisten · erwähnen · ↗zeigen
Unterbegriffe
Synonymgruppe
anmerken · einen Fingerzeig geben · einen Wink geben · erkennen lassen · erwähnen · ↗hindeuten · ↗hinweisen · zu bedenken geben
Assoziationen
  • (eine) Andeutung machen · Andeutungen machen · ↗andeuten · anspielen auf · erahnen lassen · hindeuten auf · nicht klar benennen · nicht klar umreißen · umrisshaft zu erkennen geben
  • Andeutung(en) · Angedeutetes · Halbgesagtes · Zwischentöne
Synonymgruppe
(Thema) berühren · (Thema) kurz anfangen · ↗(Thema) streifen · (auch) Thema sein · (auch) zu sprechen kommen auf · ↗(kurz) ansprechen · ↗andeuten · ↗anreißen · erwähnen · nebenbei behandeln  ●  ↗antönen  österr., schweiz.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Artikel Beispiel Bericht Brief Dokument Fußnote Name Namen Nebensatz Rand Rede Reiseführer Silbe Stelle Tatsache Urkunde Verfassungsschutzbericht Wort Zusammenhang ausdrücklich beiläufig einmal erstmals ferner lobend namentlich nebenbei unnötig urkundlich überflüssig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erwähnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man unterließ es aber, eine bestimmte Religion namentlich zu erwähnen.
Die Zeit, 27.09.2010, Nr. 39
Dass sie momentan nicht mehr zum Sammeln kommt, erwähnt sie nur am Rande.
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2003
Aber von diesen neuartigen Werken haben wir die potentiell ominöseste Klasse noch nicht erwähnt.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 40
Sie brauchen diejenigen nicht zu erwähnen, die ich bereits genannt habe.
o. A.: Einhundertdreiundvierzigster Tag. Freitag, 31. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 30268
Aus der Gruppe 101 bis 107 muß ich 107 speziell erwähnen.
o. A.: Einhunderteinunddreißigster Tag. Donnerstag, 16. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 25443
Zitationshilfe
„erwähnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erwähnen>, abgerufen am 18.02.2019.

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