erzeigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-zei-gen
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben jmdm. etw. erzeigenjmdm. etw. erweisen, zuteilwerden lassen
Beispiele:
jmdm. Gutes, Liebes erzeigen
jmdm. Gerechtigkeit, Vertrauen erzeigen
danke ich Ihnen für das Interesse, das Sie meiner Person erzeigt haben [BrechtDickicht10]
sich erzeigen
Beispiele:
sich (jmdm.) dankbar erzeigen (= zeigen)
Wer sich also menschlich erzeigt / Der trägt den Schaden davon [BrechtAusnahme9]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeigen · Zeiger · Anzeige · anzeigen · bezeigen · erzeigen
zeigen Vb. ‘auf etw. hindeuten, mit Erläuterungen, Gesten deutlich machen, erklären’, reflexiv ‘sich sehen lassen, sich erweisen’. Das nur im Hd. bezeugte Verb ahd. zeigōn (8. Jh.), mhd. zeigen ist eine Intensivbildung (mit grammatischem Wechsel von h und g) zu dem unter ↗zeihen (s. d.) behandelten Verb. Zeiger m. ‘beweglicher Teil an Meßgeräten (besonders an Uhren), der etw. anzeigt’, ahd. zeigāri (9. Jh.), mhd. zeiger ‘(An)zeiger, (Hin)weiser’, seit dem 14. Jh. auch ‘Uhrzeiger’. Anzeige f. ‘Meldung, Mitteilung, Bekanntmachung, Inserat’ (um 1500). anzeigen Vb. ‘ankündigen, mitteilen, durch offizielle Anzeige bekanntmachen’ (15. Jh.). bezeigen Vb. ‘jmdm. etw. erweisen, bekunden’, reflexiv ‘sich zeigen’, mhd. bezeigen ‘anzeigen, kundtun’. erzeigen Vb. ‘jmdm. etw. erweisen, zuteil werden lassen’, reflexiv ‘sich zeigen’, mhd. erzeigen ‘zeigen, dartun, erweisen’, ahd. (unsicher) irzeigōn (9. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›erzeigen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erzeigen‹.

Verwendungsbeispiele für ›erzeigen‹

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Wird denn der Herr ewiglich verstoßen und keine Gnade mehr erzeigen?
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 163
Nicht allein die Ballungszentren erzeigen den Feinstaub, einen Teil trägt auch der Wind in die Städte.
Die Zeit, 04.10.2010, Nr. 40
So erzeigen sich Waschungen zunächst einmal als förderlich bei den Störungen der Blutzirkulation.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 176
Man erzeige ihm Aufmerksamkeit, Teilnahme und Rücksicht in allen Dingen.
Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 6594
Er erzeigte Hochachtung und eine große Geneigtheit wiedergutzumachen gegenüber dem Volk und Land Israel.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1967]
Zitationshilfe
„erzeigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erzeigen>, abgerufen am 06.04.2020.

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