Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

erzeigen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung er-zei-gen
eWDG

Bedeutung

gehoben jmdm. etw. erzeigenjmdm. etw. erweisen, zuteilwerden lassen
Beispiele:
jmdm. Gutes, Liebes erzeigen
jmdm. Gerechtigkeit, Vertrauen erzeigen
danke ich Ihnen für das Interesse, das Sie meiner Person erzeigt haben [ BrechtDickicht10]
sich erzeigen
Beispiele:
sich (jmdm.) dankbar erzeigen (= zeigen)
Wer sich also menschlich erzeigt / Der trägt den Schaden davon [ BrechtAusnahme9]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeigen · Zeiger · Anzeige · anzeigen · bezeigen · erzeigen
zeigen Vb. ‘auf etw. hindeuten, mit Erläuterungen, Gesten deutlich machen, erklären’, reflexiv ‘sich sehen lassen, sich erweisen’. Das nur im Hd. bezeugte Verb ahd. zeigōn (8. Jh.), mhd. zeigen ist eine Intensivbildung (mit grammatischem Wechsel von h und g) zu dem unter zeihen (s. d.) behandelten Verb. Zeiger m. ‘beweglicher Teil an Meßgeräten (besonders an Uhren), der etw. anzeigt’, ahd. zeigāri (9. Jh.), mhd. zeiger ‘(An)zeiger, (Hin)weiser’, seit dem 14. Jh. auch ‘Uhrzeiger’. Anzeige f. ‘Meldung, Mitteilung, Bekanntmachung, Inserat’ (um 1500). anzeigen Vb. ‘ankündigen, mitteilen, durch offizielle Anzeige bekanntmachen’ (15. Jh.). bezeigen Vb. ‘jmdm. etw. erweisen, bekunden’, reflexiv ‘sich zeigen’, mhd. bezeigen ‘anzeigen, kundtun’. erzeigen Vb. ‘jmdm. etw. erweisen, zuteil werden lassen’, reflexiv ‘sich zeigen’, mhd. erzeigen ‘zeigen, dartun, erweisen’, ahd. (unsicher) irzeigōn (9. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›erzeigen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erzeigen‹.

Verwendungsbeispiele für ›erzeigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wird denn der Herr ewiglich verstoßen und keine Gnade mehr erzeigen? [Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 163]
So erzeigen sich Waschungen zunächst einmal als förderlich bei den Störungen der Blutzirkulation. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 176]
Nicht allein die Ballungszentren erzeigen den Feinstaub, einen Teil trägt auch der Wind in die Städte. [Die Zeit, 04.10.2010, Nr. 40]
In der Geduld erzeigen wir unser Verlangen nach Gottes Ehre und nach dem Heil der Seelen. [Die Zeit, 02.10.2000, Nr. 40]
Das erzeigt Komplexe, erzeugt Ressentiment, peitscht den Nationalismus, der heute die ganze Welt überschwemmt, besonders hoch auf. [Die Zeit, 20.01.1964, Nr. 03]
Zitationshilfe
„erzeigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erzeigen>.

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