erzwingen

GrammatikVerb · erzwingt, erzwang, hat erzwungen
Aussprache
Worttrennunger-zwin-gen (computergeneriert)
Wortzerlegunger-zwingen
Wortbildung mit ›erzwingen‹ als Erstglied: ↗Erzwingung · ↗erzwingbar
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. durch Zwang bewirken, erreichen
Beispiele:
ein Geständnis, die Einwilligung von jmdm. erzwingen
jmds. Abdankung erzwingen
sich [Dativ] den Weg, einen Durchbruch erzwingen
Liebe kann man nicht erzwingen
jmdm. mit erzwungener (= gezwungener) Gelassenheit, Heiterkeit, Ruhe begegnen
ein erzwungenes Lächeln

Thesaurus

Synonymgruppe
(zu etwas) anhalten · ↗abkommandieren · ↗bestimmen · ↗einfordern · ↗einspannen · erzwingen · ↗forcieren · in die Pflicht nehmen · ↗nötigen · ↗verpflichten · zwingen  ●  (jemanden) verdonnern (zu)  ugs. · (jemanden) vergattern (zu)  ugs.
Synonymgruppe
durchbringen · ↗durchdrücken · ↗durchsetzen · ↗erringen · ↗erstreiten · ↗erwirken · erzwingen  ●  ↗durchboxen  fig. · durchstieren  schweiz. · ↗ertrotzen  geh., veraltend
Assoziationen
  • (sich) energisch durchsetzen  ●  (mit der Faust) auf den Tisch hauen  fig.
  • im Hauruckverfahren · im Schnelldurchgang · kurzen Prozess machen · ohne (viel) Federlesens · ohne große Diskussion · ohne sich (lange) mit Formalitäten aufzuhalten  ●  ↗durchdrücken  ugs. · ↗durchpauken  ugs. · ↗durchpeitschen  ugs.
  • einklagen · gerichtlich erstreiten · per Gericht durchsetzen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abbruch Ausreise Bürgerentscheid Durchbruch Einhaltung Folter Freigabe Freilassung Gehorsam Geständnis Glück Herausgabe Hungerstreik Neuwahl Referendum Rücktritt Rückzug Streik Verlängerung Volksabstimmung Volksentscheid Waffengewalt Wende Wohlverhalten Zugeständnis geradezu gerichtlich notfalls Änderung Öffnung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erzwingen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie vermögen auch nicht, die Einstellung der Kämpfe zu erzwingen.
Der Tagesspiegel, 15.10.1999
Wir versuchen, mit Überraschungen zu flirten, die Dinge passieren zu lassen, nichts zu erzwingen.
Süddeutsche Zeitung, 31.07.1997
Auf dem Lande erzwang man überdies noch das - politisch gewertete - Opfern auf heidnischen Altären.
Grobel, K.: Judentum. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 19804
Eine qualifizierte Mehrheit läßt sich bei geheimer Abstimmung nicht erzwingen.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 190
Die Form des Rechtes müssen daher Imperative sein, hinter denen die Macht einer Gemeinschaft steht, sie zu erzwingen.
Dilthey, Wilhelm: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 873
Zitationshilfe
„erzwingen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erzwingen>, abgerufen am 07.12.2019.

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