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eskamotieren

Grammatik Verb · eskamotiert, eskamotierte, hat eskamotiert
Worttrennung es-ka-mo-tie-ren
Wortbildung  mit ›eskamotieren‹ als Erstglied: Eskamotierung
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich
a)
durch einen (Taschenspieler-)‍Trick, durch ein (Zauber-)‍Kunststück verschwinden lassen; wegzaubern
b)
durch gezwungene Erklärungen scheinbar zum Verschwinden bringen; weginterpretieren

Thesaurus

Synonymgruppe
verschwinden lassen · wegzaubern · zum Verschwinden bringen  ●  eskamotieren  geh.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›eskamotieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man sollte jedoch zunächst alles im historischen Raum stehenlassen, nichts eskamotieren. [Die Zeit, 04.03.1985, Nr. 09]
Die Niederlage läßt sich nicht nachträglich aus der Welt eskamotieren. [Die Zeit, 04.08.1972, Nr. 31]
Die alte Frage nach der gerechten Güterverteilung lässt sich offenbar nicht eskamotieren, sie stellt sich immer wieder neu. [Die Welt, 23.06.2001]
Wie weise, jene Personen zu eskamotieren, deren berufseigene Handlungsstrenge unweigerlich die Frage nach dem Sinn dieser Ordnung provoziert. [Die Zeit, 14.08.1981, Nr. 34]
Und es hilft den Ökonomen nichts, wenn sie das Geschichtsdenken eskamotieren, um nicht genau hinsehen zu müssen. [Süddeutsche Zeitung, 26.11.1999]
Zitationshilfe
„eskamotieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eskamotieren>.

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