essen

GrammatikVerb · isst, , hat gegessen
Aussprache
Worttrennunges-sen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›essen‹ als Erstglied: ↗Ess-Schüssel · ↗Ess-Störung · ↗Essbesteck · ↗Esser · ↗Esserei · ↗Essgerät · ↗Essgeschirr · ↗Esskastanie · ↗Esskultur · ↗Esslust · ↗Esslöffel · ↗Essnapf · ↗Esspaket · ↗Esspapier · ↗Essplatz · ↗Essraum · ↗Essschüssel · ↗Essstörung · ↗Esstisch · ↗Essware · ↗Esszimmer · ↗essbar · ↗esslustig
 ·  mit ›essen‹ als Letztglied: ↗abessen · ↗anessen · ↗aufessen · ↗ausessen · ↗durchessen · ↗hindurchessen · ↗hinteressen · ↗leeressen · ↗mitessen · ↗mittagessen · ↗vollessen · ↗wegessen · ↗weiteressen · ↗überessen
 ·  mit ›essen‹ als Grundform: ↗Essen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., meist feste Nahrung, zu sich nehmen
Beispiele:
eine Schnitte, zwei Stück Kuchen, ein paar Süßigkeiten essen
den Apfel mit der Schale essen
wir werden heute die Reste vom Sonntag essen
kräftig, tüchtig, reichlich, ausgiebig, unmäßig, mit großem Appetit essen
iss nicht so hastig!
esst euch nur richtig satt!
umgangssprachlich er für drei
salopp sich voll, dick und rund essen
salopp wie ein Scheunendrescher (= übermäßig viel) essen
sie konnte vor Aufregung, wegen ihrer Magenbeschwerden nichts essen
umgangssprachlich sie konnte vor Aufregung, wegen ihrer Magenbeschwerden keinen Bissen essen
gut essen und trinken
etw. für sein Leben gern essen
in dem Restaurant kann man gut und preiswert essen
im Betrieb, auf Abonnement essen
gehoben à la carte essen
sie muss Diät essen
vom Teller, aus der Schüssel, mit Messer und Gabel essen
gehoben zu Mittag, Abend essen
landschaftlich zur Nacht essen
umgangssprachlich wir essen abends warm (= essen abends etw. Gekochtes, Gebratenes)
umgangssprachlich wir essen abends kalt (= wir essen abends belegte Brote)
Wer nie sein Brot mit Tränen [GoetheLehrjahre7,157]
Nein, meine Suppe ich nicht [H. Hoffm.Struwwelpeter17]
bildlich
Beispiele:
bei jmdm. das Gnadenbrot essen (= als alter, nicht mehr arbeitsfähiger Mensch bei jmdm. beköstigt werden)
umgangssprachlich mit dem ist nicht gut Kirschen essen (= mit ihm ist schwer auszukommen)
umgangssprachlich, scherzhaft jmdn. arm essen
salopp der kann mehr als Brot essen (= leistet Überdurchschnittliches)
sprichwörtlich der Appetit kommt beim Essen (= die Lust an einer Sache kommt bei eingehenderer Beschäftigung mit ihr)
sprichwörtlich es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird (= das Gefürchtete wird nicht so schlimm werden)
sprichwörtlich wes Brot ich esse, des Lied ich singe (= bei wem ich mein Geld verdiene, den lobe ich)
sprichwörtlich wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen
sprichwörtlich wie man isst, so arbeitet man
sprichwörtlich Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen
umgangssprachlich, scherzhaft, sprichwörtlich selber essen macht fett
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

essen · Essen
essen Vb. ‘Nahrung zu sich nehmen’, ahd. eʒʒan (8. Jh.), mhd. eʒʒen, asächs. aengl. etan, mnd. mnl. ēten, nl. eten, engl. to eat, afries. anord. eta, schwed. äta, got. itan ergeben germ. *etan. Verwandt sind griech. édein (ἔδειν), lat. edere, aslaw. jasti, russ. est’ (есть), lit. ė́sti, aind. ádmi mit Anschluß an die die Wurzel ie. *ed- ‘essen’, zu der auch ↗Zahn, ↗Aas (s. d.) sowie die Kausativa ↗atzen, ↗ätzen und das Präfixverb ↗fressen (s. d.) gehören. Dazu das wohl zur Wurzel gebildete Substantiv Essen n. ‘Speise, Mahlzeit’, ahd. eʒʒan (9. Jh.), mhd. eʒʒen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Mahlzeit zu sich nehmen · essen · ↗speisen · zu Tisch sein (Arbeitswelt)  ●  ↗dinieren  geh. · ↗schmausen  ugs. · ↗tafeln  geh.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) einverleiben · (sich) gütlich tun (an) · (sich) zu Gemüte führen · Nahrung aufnehmen · essen · ↗speisen · ↗verkosten · ↗verschmausen · ↗verspeisen · zu Munde führen  ●  Essen fassen  ugs. · ↗einnehmen (Mahlzeit)  geh. · ↗fressen  derb · ↗futtern  ugs. · in sich hineinschaufeln  ugs. · ↗mampfen  ugs. · ↗spachteln  ugs. · ↗verdrücken  ugs. · ↗vernaschen  ugs. · ↗verputzen  ugs. · ↗verspachteln  ugs. · ↗weghauen  ugs. · ↗wegputzen  ugs. · wegspachteln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • abnagen · ↗kauen · ↗nagen  ●  ↗fletschern  ugs.
  • knabbern · ↗knuspern · ↗nagen  ●  ↗mummeln  ugs. · ↗mümmeln  ugs. · schnurpseln  ugs.
  • (es sich) schmecken lassen · ↗schlemmen · ↗schwelgen  ●  (genüsslich) essen  ugs. · auf der Zunge zergehen lassen  ugs. · ↗schmausen  geh.
  • (die) Abendmahlzeit zu sich nehmen · Abendbrot essen · zu Abend essen  ●  ↗dinieren  geh.
  • (das) Frühstück einnehmen · (ein) Frühstück essen · (einen) Kaffee zum Frühstück trinken · (seinen) Morgenkaffee trinken · Kaffee trinken · ↗frühstücken  ●  ↗dejeunieren  veraltet, franz.
Assoziationen
Synonymgruppe
(es sich) schmecken lassen · ↗schlemmen · ↗schwelgen  ●  (genüsslich) essen  ugs. · auf der Zunge zergehen lassen  ugs. · ↗schmausen  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abend Apfel Brot Ei Eis Fisch Fleisch Frühstück Gabel Gemüse Kuchen Mittag Obst Pizza Restaurant Schokolade Suppe Teller aufessen du gern gerne lieb mitessen satt schlafen trinken viel was zusammen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›essen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du musst essen, und es ist auch immer viel davon da.
Die Zeit, 14.11.2013 (online)
Also versuchte man sich zusätzlich etwas zu essen zu besorgen.
konkret, 1989
Eine Frau, die sich makrobiotisch ernährte, litt an Übelkeit, bis sie sich erlaubte, Käse zu essen.
Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 25
Er pflegte jetzt an freien Abenden bei der Mutter zu essen.
Boy-Ed, Ida: Vor der Ehe. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3252
Wenn sie jetzt stillschwiege, bekäme sie morgen etwas zu essen.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 801
Zitationshilfe
„essen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/essen>, abgerufen am 24.04.2019.

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