Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Amboß

Amboß m. ‘blockartige Unterlage aus Stahl zum Hämmern, Bearbeiten von Werkstücken’. Das Wort ist allein auf den dt. Sprachraum beschränkt. Ahd. anabōʒ (9. Jh.), mhd. an(e)bōʒ ist eine mit ahd. ana- ‘an, zu, auf’ präfigierte Bildung zu ahd. bōʒen ‘stoßen, schlagen’ (8. Jh.) und bedeutet eigentlich ‘woran, worauf man schlägt’. Es ist ein überwiegend hd. Wort (vereinzelt mnd. anebot, ambot). Vgl. Karg-Gasterstädt in: PBB 62 (1938) 57. Ahd. bōʒen ist verwandt mit nhd. bosseln ‘kleine Arbeiten machen, formen, basteln’. Zur Etymologie s. ↗Butt. Ob ahd. anabōʒ als Lehnübersetzung von lat. incūs (Genitiv incūdis) ‘Amboß’ (zu lat. in ‘in, auf’ und cūdere ‘schlagen, klopfen’) anzusehen ist, bleibt ungewiß.
Zitationshilfe
„Amboß“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Ambo%C3%9F>, abgerufen am 24.02.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Weitere Informationen zum Etymologischen Wörterbuch des Deutschen …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -