Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Beil

Beil n. ‘kurzstieliges Spalt-, Hauwerkzeug mit breiter Schneide’. Ahd. bīhal ‘Beil, Axt’ (9. Jh.), mhd. bīhel, bīel, bīl(e), mnd. bīl n., bīle f., mnl. bīle f., bijl m. n.?, nl. bijl f. sind verwandt mit anord. bīlda ‘Pfeil’ und bīldr ‘Aderlaßmesser’. Ablautend stehen daneben ahd. billi ‘Schwert, Streitaxt’ (9. Jh.), mhd. bil n., bille f., nhd. Bille ‘doppelschneidige Hacke, Steinhaue’, mhd. billen ‘mit der Steinhaue schlagen, behauen, schärfen’, asächs. aengl. bil(l) n. ‘Schwert, Streitaxt’. Mit den außergerm. Verwandten griech. phitrós (φιτρός) ‘Baumstamm, Holzscheit’, air. biāil ‘Beil’, aslaw. biti, russ. bit’ (бить) ‘schlagen’, bílo (било) ‘Klöppel, Klopfbrett’ führen sie auf die Wurzel ie. *bhei-, *bhei̯ə-, *bhī- ‘schlagen’, zu der, über eine d-Erweiterung, vielleicht auch ↗beißen (s. d.) zu rechnen ist.
Zitationshilfe
„Beil“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Beil>, abgerufen am 08.08.2020.

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