Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Biber, ...

Biber m. an Gewässern in Burgen aus Holzteilchen lebendes Nagetier, ahd. bibar (9./10. Jh.), mhd. biber, asächs. biƀar, beƀar, mnd. mnl. bēver, nl. bever, aengl. beofor, engl. beaver, anord. bjōrr (germ. *bebru-) sind verwandt mit kslaw. aruss. bebrъ, bobrъ, russ. bobr (бобр), lit. bēbras, awest. bawra- ‘Biber’ sowie aind. babrúḥ ‘braun’ (s. braun). Sie führen auf einen ie. Ansatz, der Reduplikation und Schwundstufe der Wurzel ie. *bher- ‘braun’ aufweist. Biber ist (wie auch Bär1, s. d.) ‘der Braune’. Bibergeil n. Sekret aus der Duftdrüse des Bibers (ehemals Heilmittel), mhd. bibergeil. Zu mhd. geil(e) ‘Hoden’ (s. geil), da die am After des Bibers gelegene Drüse als Hoden gedeutet wurde.
Zitationshilfe
„Biber“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Biber>, abgerufen am 23.09.2021.

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