Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Einöde

Einöde f. ‘einsame, verlassene Gegend’. Ahd. einōti n. und einōtī f. ‘einsame Gegend, Wüste, Einsamkeit’ (8. Jh.), mhd. einœte, einœde, einōte f. n., asächs. ēnōdi, mnd. ēnȫde f., mnl. eenode, aengl. ānad, ānœd n. ist mit dem nur im Westgerm. nachweisbaren Suffix germ. -ōðja-, ahd. -ōti (s. ↗Armut, ↗Heimat, ↗Kleinod) zu ahd. ein ‘allein, einsam’ (s. ↗ein1 Num.) gebildet. In mhd. einœde wird das Suffix volksetymologisch als Substantiv œde (nhd.Öde, s. d.) gedeutet und das Wort als Zusammensetzung empfunden.
Zitationshilfe
„Einöde“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Ein%C3%B6de>, abgerufen am 19.04.2021.

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