Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Forelle

Forelle f. Der Name des in kalten Gewässern lebenden lachsähnlichen Fisches geht auf die Nebenform mhd. forhel, förhel zurück, die unter Akzentverlagerung nhd. Forelle ergibt. Das ältere n-Suffix bewahren Formen wie ahd. for(a)hana (9. Jh.), mhd. forhe(n), außerdem asächs. furhnia, mnd. vȫrne, mnl. voorne, nl. voorn, voren, aengl. forn(e) und mit Ablaut schwed. färna ‘Weißfisch’. Mit lat. porcus ‘Fisch mit Stachelflossen’, griech. pérkē (πέρκη) ‘Flußbarsch’, perknós (περκνός) ‘schwarzblau, dunkelfarbig’ und aind. pṛ́śniḥ ‘gefleckt, bunt’ lassen sich die germ. Namen auf ie. *perk̑-, *prek̑- ‘gesprenkelt, bunt’ zurückführen, so daß die farbigen Rückentupfen die Benennung des Fisches veranlaßt haben. Etymologisch verwandt mit ↗Farbe (s. d.).
Zitationshilfe
„Forelle“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Forelle>, abgerufen am 24.01.2021.

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