Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Futur, ...

Futur n. die Zukunft bezeichnende Zeitform des Verbs. Der grammatische Terminus mlat. futurum wird um 1400 in dt. Grammatiken und Texte übernommen und schließlich (wohl erst im 19. Jh.) durch Aufgabe der lat. Endung zu Futur eingedeutscht. Zugrunde liegt lat. futūrum ‘Zukunft’, eine Substantivierung von futūrus ‘sein werdend, (zu)künftig’, Part. Fut. von dem in lat. fuī ‘bin gewesen’, fuisse ‘gewesen sein’ vorliegenden Verbalstamm lat. fu- (zur Verwandtschaft s. ↗bauen). In dt. Übersetzung dafür zuekünftig zeit (um 1400), künftige Zeit (Gottsched), Zukunft (2. Hälfte 18. Jh.). Futurismus m. Bezeichnung einer Anfang des 20. Jhs. von Italien ausgehenden Kunstrichtung, einer extremen Variante des Expressionismus; dazu futuristisch Adj. (vgl. ital. futurismo, futurista).
Zitationshilfe
„Futur“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Futur>, abgerufen am 20.02.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Weitere Informationen zum Etymologischen Wörterbuch des Deutschen …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -