Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Grütze

Grütze1 f. ‘geschälte, grobgemahlene Getreidekörner, Brei aus diesen Körnern’, ahd. gruzzi n. (9. Jh.), mhd. grütze n. f., mnd. grütte, (mit Metathese) görte f., mnl. gort(e) f., nl. gort, aengl. grytt n., grytta f., engl. grits (Plur.), germ. *grutja- n., *grutjō f. und ablautendes anord. grautr m. ‘Grütze’ gehören mit ↗Grieß, ↗groß (s. d.) zu ie. *ghrēud-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *gher- ‘hart worüber streichen, zerreiben’, s. auch ↗grauen2.
Zitationshilfe
„Grütze“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Gr%C3%BCtze>, abgerufen am 21.10.2020.

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Grütze

Grütze2 f. ‘Verstand’ ist mundartlich weit verbreitet, besonders in der Wendung (keine, wenig) Grütze im Kopf haben (seit dem 17. Jh. literarisch belegt), und beruht vermutlich auf Umbildung von frühnhd. Kritz (hess. Gritz) ‘Verstand, Scharfsinn’, das eigentlich ‘Kitzel’ bedeutet und zu frühnhd. (heute noch landschaftlichem) ↗kritzeln (s. d.) im Sinne von ‘kratzen, kitzeln’ gehört. Daher Kritz (Schläue, Witz, Verstand) in der Nase haben (16. Jh.), eigentlich ein leichtes Kratzen (vgl. ↗naseweis, s. d.).
Zitationshilfe
„Grütze“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Gr%C3%BCtze>, abgerufen am 21.10.2020.

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