Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Guckindiewelt, ...

gucken Vb. ‘sehen, blicken, hervorsehen’, umgangssprachlich gegenüber gehobenem schauen, das allerdings im Südd. normalsprachlich verwendet wird; im Obd. und Md. erst seit dem 15. Jh., doch vgl. schon mhd. gücken (13. Jh.). Nordd. kucken übernimmt den Anlaut des aus dem Nd. stammenden, nicht verwandten und ebenfalls etymologisch ungeklärten ↗kieken (s. d.). Guckfenster n. ‘kleines Fenster’ (16. Jh.). Guckindiewelt m. ‘neugieriges Kind’ (2. Hälfte 18. Jh.), nordd.Kiekindiewelt (s. d.). Guckkasten m. kleiner Kasten mit Vergrößerungslinse zum Betrachten von Bildern (Mitte 18. Jh.).
Zitationshilfe
„Guckindiewelt“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Guckindiewelt>, abgerufen am 29.09.2020.

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