Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Hütte, ...

Hütte f. ‘einfaches kleines Haus, Anlage zur Metallgewinnung’. Das ursprünglich nur hd. Substantiv ahd. hutta ‘Schuppen, Laube, kleines Haus’ (9. Jh.), mhd. hütte ‘kleines Haus, Zelt, Verkaufsbude’, bergmannssprachlich auch ‘Gebäude zum Schmelzen von Erz’ stellt sich mit den unter ↗Haut und ↗Hode (s. d.) aufgeführten Formen und vielleicht auch (bei Nasalierung des Wurzelvokals) mit apreuß. pokūnst ‘behüten’, pakūnst ‘bewahren’, aslaw. sъkǫtati ‘niederhalten, beruhigen, stillen’, russ. kútat’ (кутать) ‘einhüllen, verhüllen’ zu ie. *(s)keut-, einer Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)keu-, *(s)keu̯ə-, *(s)kū- ‘bedecken, umhüllen’ (s. ↗Scheune und mit s-Erweiterung ↗Haus). Auszugehen ist wohl von einer Grundbedeutung ‘bedeckter Schutzort’. Aus dem Hd. stammen mnd. hütte, mnl. hutte, huette, nl. hut (woraus schwed. hytta) sowie afrz. hute, frz. hutte (woraus engl. hut). Glashütte f. mhd. glas(e)hütte; danach Sennhütte (16. Jh.), Hundehütte (17. Jh.), Eisenhütte (18. Jh.), Bauhütte (1. Hälfte 19. Jh.). Hüttenwerk n. (19. Jh.). verhütten Vb. und Verhüttung f. (19. Jh.).
Zitationshilfe
„Hütte“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/H%C3%BCtte>, abgerufen am 01.03.2021.

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