Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Illumination, ...

illuminieren Vb. ‘festlich erleuchten’, entlehnt (18. Jh.) aus gleichbed. frz. illuminer, dem lat. illūmināre ‘erleuchten, hell, licht machen’ (aus in- und lūmināre, s. ↗in-1) voraufgeht. Älter ist die direkte Entlehnung aus dem Lat. mhd. illuminieren mit der Bedeutung ‘Glanz verleihen, schmücken’, woraus frühnhd. ‘Initialen einer Handschrift, eines Buches ausmalen, kolorieren, illustrieren’, die (zumal in der Druckersprache) bis ins 19. Jh. erhalten bleibt und in wissenschaftlicher Fachsprache noch heute gilt. Dem Verbum liegt mit ↗licht und ↗leuchten (s. d.) verwandtes lat. lūmen (Genitiv lūminis) ‘Licht, Leuchte’ zugrunde. Illumination f. ‘Festbeleuchtung’ (18. Jh.), frz. illumination; vgl. spätlat. illūminātio (Genitiv illūminātiōnis) ‘Erleuchtung’, woraus in direkter Entlehnung Illumination ‘Erleuchtung, Erläuterung’ (16. Jh., Paracelsus).
Zitationshilfe
„Illumination“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Illumination>, abgerufen am 20.09.2020.

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