Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Imagination, ...

imaginär Adj. ‘nur in der Einbildung bestehend, nicht wirklich’. Gleichbed. frz. imaginaire (nach lat. imāginārius ‘zum Bild gehörig, nur in der Vorstellung bestehend’, Ableitung von lat. imāgo ‘Bild, Abbild, Vorstellung’) wird von Descartes in die Sprache der Mathematik eingeführt und im 18. Jh. in der Fügung imaginäre Zahl ‘komplexe Zahl, die nicht real ist’ im Dt. geläufig. Der allgemeine Gebrauch im Sinne von ‘nur gedacht, vorgestellt, nicht wirklich’ setzt, ebenfalls nach frz. Vorbild, erst im 19. Jh. ein. Imagination f. ‘Einbildungskraft’ (19. Jh.), frz. imagination (lat. imāginātio, Genitiv imāginātiōnis, ‘Einbildung, Vorstellung’).
Zitationshilfe
„Imagination“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Imagination>, abgerufen am 07.08.2020.

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