Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Implantation, ...

implantieren Vb. ‘einpflanzen, einpfropfen, einimpfen’ (um 1800), entlehnt aus spätlat. implantāre (implantātum) ‘einpflanzen’ (s. ↗pflanzen). In der Chirurgie ‘(ausgeschlagene Zähne) operativ einsetzen’ (Ende 19. Jh.), dann (im Unterschied zu ↗transplantieren, s. d.) ‘Gewebe (Haut), künstliche Organteile (Zapfen für Zähne), künstlich hergestellte Organe oder Geräte (Herzschrittmacher) in den lebenden Organismus operativ einsetzen’ (20. Jh.). Dazu Implantation f. ‘Einpflanzung’ auf fremden, anderen Boden (Mitte 19. Jh.), ‘operative Einsetzung bestimmter Teile in den Körper’ (Ende 19. Jh.). Implantat n. (in der Chirurgie) ‘das durch Implantieren Eingesetzte’ (20. Jh.).
Zitationshilfe
„Implantation“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Implantation>, abgerufen am 20.09.2020.

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