Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Import, ...

importieren Vb. ‘(Waren) aus dem Ausland einführen’, Ende des 18. Jhs. entlehnt aus gleichbed. engl. to import, das auf lat. importāre ‘hineintragen, einführen, verursachen’ zurückgeht. Aus ‘verursachen’ entwickelt ital. importare die Bedeutung ‘wichtig, bedeutsam sein’, die frz. importer und von daher auch engl. to import übernimmt; in diesem Sinne (frz. und engl. Gebrauch folgend) begegnet importieren vereinzelt bereits im Dt. des 17. Jhs. Ebenfalls aus dem Engl. stammt Import m. ‘(Waren)einfuhr’ (18. Jh.), Übernahme des gleichbed. substantivierten Infinitivs engl. import. Unter dem Einfluß der engl. nationalökonomischen Literatur setzen sich Verb und Substantiv als Fachwörter des Handels und Warenaustauschs auch im Frz. durch; das zunächst seltene (nur mfrz. im 14. Jh., aus dem Lat.) frz. importer ‘(Waren) einführen’ wird durch Neuentlehnung aus dem Engl. wieder aufgenommen (17. Jh.). Importeur m. ‘Einfuhrkaufmann’ (19. Jh.), frz. (älter) importeur (neben importateur); im Dt. (19. Jh.) auch latinisiert Importator.
Zitationshilfe
„Import“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Import>, abgerufen am 18.09.2020.

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