Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Innigkeit, ...

innig Adj. ‘herzlich, tief empfunden, eng verbunden’, mhd. innec, innic ‘innerlich, andächtig, vertraut’, mnd. mnl. innich, nl. innig ist Ableitung von dem unter ↗in (s. d.) abgehandelten Adverb inne, jedoch schon früh von Räumlichem auf Geistig-Seelisches übertragen. Früher belegt ist weitergebildetes gleichbed. inniglich Adj. ahd. inniglīh ‘im Innersten befindlich, wesenhaft’ (um 1000), vgl. die adverbielle Fügung inniglīhho (‘von Herzen’) biweinōn, mhd. inneclich ‘in oder aus dem Innersten, bis ins Innerste andächtig’. Innigkeit f. ‘Herzlichkeit, Zuneigung’, mhd. innecheit, innekeit ‘Eingezogenheit, Innerlichkeit, Andächtigkeit, gespannte Aufmerksamkeit’.
Zitationshilfe
„Innigkeit“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Innigkeit>, abgerufen am 20.09.2020.

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