Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Intervention, ...

intervenieren Vb. ‘einschreiten, vermitteln’, im 17. Jh. entlehnt aus gleichbed. frz. intervenir, das seinerseits lat. intervenīre (interventum) ‘dazwischen-, dazukommen, hindernd oder vermittelnd eingreifen, für jmdn. eintreten’ folgt. Doch wird der Ausdruck der Diplomatensprache erst im 19. Jh. geläufig und nimmt vornehmlich die Bedeutung ‘sich in die Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen’ an. Gleiches gilt für Intervention f. ‘Vermittlung, Einmischung’, frz. intervention, nach lat. interventio (Genitiv interventiōnis). Intervenient m. ‘wer (juristisch) vermittelt, sich einmischt’, nach lat. interveniēns (Genitiv intervenientis), Part. Präs. zu intervenīre, und Intervent m. ‘Staat, der sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen einmischt’ (beide 19. Jh.). Intervent wird nach 1945 durch den Einfluß russ. Übersetzungsliteratur aktiviert; vgl. russ. intervént (интервент).
Zitationshilfe
„Intervention“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Intervention>, abgerufen am 18.09.2020.

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