Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Inventur, ...

Inventar n. ‘Bestand, Bestandsverzeichnis’. Im 15. Jh. tritt der römischen Rechtssprache zugehöriges lat. inventārium ‘Vermögens- oder Nachlaßverzeichnis’ in dt. Texten auf, anfangs in voller lat. Form, aber dt. flektiert (Genitiv Inventariums, 1465), später Inventari (16. Jh.) mit der Bedeutung ‘Vorratsverzeichnis, Verzeichnis des Besitzes’, dann auch ‘Besitz’; zu lat. invenīre (inventum) ‘auf, zu etw. kommen, finden, entdecken, erwerben’. inventarisieren Vb. ‘den Bestand aufnehmen, verzeichnen’ (17. Jh.), älter inventieren (15. Jh.); dazu Inventarisation f. (19. Jh.). Inventur f. ‘Bestandsaufnahme’ (16. Jh.), mlat. inventura.
Zitationshilfe
„Inventur“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Inventur>, abgerufen am 20.09.2020.

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