Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Köder, ...

Köder m. ‘Lockmittel, Lockspeise’. Ahd. querdar ‘Köder’ (10. Jh.), mhd. querder, (mit Verschmelzung von u und e) korder, körder, (mit getilgtem u) kerder, (mit Ausfall von r) keder, koder, köder ‘Lockspeise, Flicklappen von Leder, Tuch’ ist gebildet mit dem Suffix ie. -tro- und gehört mit aind. giráti ‘ißt, verschlingt’, griech. borá (βορά) ‘Speise’, lat. vorāre ‘verschlingen’, lit. gérti ‘trinken’, aslaw. požrěti ‘verschlingen’, russ. žrat’ (жрать) ‘verschlingen, fressen’ sowie den unter ↗Gurgel (s. d.) genannten Formen zu der dort genannten Wurzel ie. *gu̯er(ə)- ‘verschlingen, Schlund’. ködern Vb. ‘mittels Köder anlocken’, mhd. querdern, kerdern ‘als Köder an die Angel stecken, speisen’.
Zitationshilfe
„Köder“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/K%C3%B6der>, abgerufen am 20.04.2021.

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