Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Knappe, ...

Knappe m. ‘Bergmann’, historisierend ‘Edelknabe’, mhd. knappe, mit expressiver Konsonantengemination (wie ↗Rappe neben ↗Rabe, s. d.) neben gleichbed. ↗Knabe (s. d.). In der höfischen Ritterzeit bezeichnet mhd. knappe den ‘im Dienste eines Ritters stehenden Edelknaben, den berittenen, aber noch nicht zum Ritter geschlagenen Mann’, in bestimmten Gewerben den ‘Gesellen’, besonders in der Bergmanssprache den gelernten Bergmann, vgl. mhd. bercknappe. Knappschaft f. ‘Gesamtheit der Knappen eines Bergwerks und deren Organisation’ (Mitte 16. Jh.); vgl. mhd. knappeschaft ‘Art und Weise von Knappen’.
Zitationshilfe
„Knappe“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Knappe>, abgerufen am 26.02.2020.

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