Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Krampe, ...

Krampe f. ‘U-förmige Metallklammer mit spitzen Enden’. Das nd. Wort, dem asächs. krampo ‘Haken’, mnd. krampe voraufgehen, wird im 17. Jh. in die Literatursprache aufgenommen und stellt sich neben (unverschobenes p bewahrendes) bair.-öst. Krampe(n) ‘gekrümmter Zacken, Kralle, Spitzhacke’, frühnhd. (obd.) krampe ‘Spitzhacke’ (15. Jh.). Verwandt sind mnl. cramp(e), nl. kramp ‘Haken, Klammer, Krampf’ sowie die unter Krampf und Krempe (s. d.) genannten Formen, die sich alle auf die unter krumm (s. d.) angeführte nasalierte Labialerweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ zurückführen lassen. krampen Vb. ‘etw. mit einer Krampe befestigen, anklammern’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„Krampe“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Krampe>, abgerufen am 26.09.2021.

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