Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Krampf, ...

Krampf m. ‘unwillkürliches Zusammenziehen von Muskeln’, übertragen ‘gequältes, nutzloses Bemühen’, ahd. krampho ‘Klaue, Haken, Krampf’ (9./10. Jh.), kramph ‘Haken, Krümmung, Krampf’ (Hs. 14. Jh.), mhd. krampf stehen wie ahd. kramph Adj. ‘krumm’ (10. Jh.), anord. krappr ‘eng’ (germ. *krampa-) im Ablaut zu ahd. krimphan ‘zerreiben’ (8. Jh.), mhd. krimpfen ‘sich krampfhaft zusammenziehen’, mnd. nd. nl. krimpen, mnl. crimpen. Weiterhin sind verwandt ↗Krampe und ↗Krempe (s. d.). Alle Formen schließen sich an die unter ↗krumm (s. d.) genannte nasalierte Labialerweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ an. krampfen Vb. ‘sich krampfartig zusammenziehen’ (18. Jh.), vgl. kausatives spätmhd. krempfen ‘krampfartig zusammenziehen’. krampfhaft Adj. ‘krampfartig, verbissen’ (18. Jh.). krampfig Adj. ‘verkrampft’ (15. Jh.). Krampfader f. ‘krankhaft erweiterte Vene’, die krampfartige Zuckungen verursacht (16. Jh.), vgl. älteres schweiz. krumpoder (14. Jh.).
Zitationshilfe
„Krampf“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Krampf>, abgerufen am 22.02.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Weitere Informationen zum Etymologischen Wörterbuch des Deutschen …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -