Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Marke

Marke f. ‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’. Das Neutrum mhd. marc, nhd. Mark ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüchern verzeichnet), mnd. mark, mnl. marc, anord. mark und merki gehört wohl (mit anderer Stammbildung) zu dem unter ↗Mark1 (s. d.) behandelten Femininum, wenn man von einer Bedeutung ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’ ausgeht. Anord. merki ‘Kennzeichen’ gelangt ins Frz. (afrz. merc ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb mfrz. frz. marquer ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (s. ↗markieren). Daraus abgeleitetes mfrz. frz. marque ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als Marke f. in die dt. Kaufmannssprache rückentlehnt. S. auch ↗merken.
Zitationshilfe
„Marke“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Marke>, abgerufen am 25.02.2020.

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