Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Mops, ...

Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verdrießlich-verzogen scheinender Gesichtsausdruck das Benennungsmotiv abgibt, übertragen auch ‘dicker Kerl’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl. moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger, unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’ (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe, engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’. Zu Herkunft und weiterer Verwandtschaft s. ↗muffeln. mopsen Vb. ‘Kleinigkeiten stehlen’, reflexiv ‘sich langweilen, sich ärgern’, also eigentlich ‘sich verhalten bzw. aussehen wie ein Mops’ (19. Jh.). Deminutiv Moppel m. ‘kleiner Hund’ (19. Jh.).
Zitationshilfe
„Mops“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Mops>, abgerufen am 30.10.2020.

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