Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Moskito

Moskito m. seit dem letzten Viertel des 16. Jhs. (zuerst bei Fischart Mosquiten Plur.) stechende zweiflügelige Insekten der Tropen und Subtropen bezeichnend, die heute als unterschiedliche Arten den Familien der Stech- und der Kriebelmücken zugeordnet werden und von denen einige Malaria und Gelbfieber übertragen, ist eine Entlehnung von gleichbed. span. mosquito. Dieses gehört zu span. mosca ‘Fliege’ (aus gleichbed. lat. musca, s. auch ↗Muskete und ↗Mücke), ist jedoch ursprünglich nicht Deminutivableitung mit dem Suffix -ito, sondern folgt (wie port. mosquito, katalan. mosquit) dem roman. Bildungstyp von span. port. cabrito, katalan. aprov. cabrit, aus spätlat. caprītus ‘Zicklein’ (vgl. lat. caper ‘Ziegenbock’, capra ‘Ziege’), dessen Endung erst sekundär unter den Einfluß von verkleinerndem span. -ito gerät (vgl. Corominas 3, 452). Im Dt. tritt die Schreibung mit -k- erstmals im 17. Jh. auf (Mußkitten Plur., 1631), doch findet sich ebenso -qu- weiterhin bis ins 19. Jh., dem auch noch der Plural Moskiten neben jetzt allein gültigem Moskitos geläufig ist. Vereinzelt belegtes Moustikes, Mustiken (17./18. Jh.) beruht auf gleichbed. frz. moustique (Mitte 17. Jh., umgestellt aus gleichfalls dem Span. entstammendem frz. mousquite, 1611).
Zitationshilfe
„Moskito“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Moskito>, abgerufen am 22.10.2020.

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