Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Padde, ...

paddeln2 Vb. ‘mit kurzen Schritten (umher)laufen, ungeschickt gehen, schlendern, trippeln, (Hände und Füße heftig hin und her bewegend) im Wasser planschen, plätschern, mit den Händen aufs Wasser schlagen, mit kurzen Stößen schwimmen’. Das aus dem Nd. stammende, um 1800 in die Literatursprache eindringende Verb (vgl. auch engl. to paddle ‘planschen, watscheln, torkeln’) ist Iterativum zu nd. padden ‘schreiten, treten’ (vgl. im Dreck padden Stieler 1691), padjen ‘mit kurzen Tritten laufen, trippeln’. Die Etymologie ist ungeklärt. Man bringt padden in Verbindung mit dem unter ↗Pfad (s. d.) behandelten Substantiv und den dazu gebildeten Verben ahd. phadōn (um 1000), mhd. phaden ‘einen Pfad betreten, gehen, schreiten’, auch (falls dazugehörig) mnd. pedden ‘treten, mit den Füßen trampeln’, südnl. padden, pedden ‘mit Mühe gehen’, aengl. pæþþan ‘betreten, beschreiten, durchqueren’. Oder man erklärt padden als ‘hüpfen wie eine Padde’, sieht darin also eine Ableitung von Padde f. (nordd.) ‘Kröte, Frosch’ (durch niederländische Siedler des 12. Jhs. im Brandenburg. und östlichen Nordd. verbreitet); vgl. mnd. mnl. padde, pedde, nl. pad(de), anord. schwed. padda, dän. padde sowie engl. (mundartlich) pad, paddock ‘Kröte, Frosch’; s. auch ↗Schildpatt. Die Herkunft des Namens ist ungewiß, lautmalender Ursprung wahrscheinlich.
Zitationshilfe
„Padde“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Padde>, abgerufen am 24.02.2020.

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