Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Rettich

Rettich m. Wurzelgemüse mit rübenartig geformter, würzig-scharf schmeckender Wurzel. Der Name der durch die Römer vermittelten Pflanze ahd. ratih (um 900), retih (11. Jh.), mhd. retich, asächs. radik, redik, mnd. redik, redek, redich, mnl. radic, aengl. rædic ist entlehnt aus lat. rādīx (Genitiv rādīcis) ‘Wurzel, Rettich’. Kürzung der langen lat. Vokale dürfte im Germ. eingetreten sein; jedenfalls bezeichnen fast alle ahd. Zeugnisse den umgelauteten Tonvokal mit e, was für Vokalkürze spricht. S. ↗Meerrettich, ↗Radieschen.
Zitationshilfe
„Rettich“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Rettich>, abgerufen am 31.10.2020.

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