Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Riemen, ...

Riemen1 m. ‘Lederstreifen, Band, Gürtel’, ahd. riomo (9. Jh.), mhd. rieme, asächs. riomo, mnd. rēme, mnl. rieme, nl. riem, afries. rēma, aengl. rēoma (westgerm. *reumōn-) führen als Bildungen mit dem Suffix ie. -men- (wohl im Sinne von ‘abgerissener Hautstreifen’) mit verwandtem aind. ru-, rav- ‘zerschlagen, zerschmettern’, lat. ruere ‘aufreißen, wühlen, scharren’, rutrum ‘Spaten, Hacke, Kelle’, mir. rūam ‘Spaten, Grabscheit’, lit. ráuti ‘reißen, raufen, mit der Wurzel ausreißen’, aslaw. ryti, russ. ryt’ (рыть) ‘graben, wühlen’, anord. rȳja ‘Wolle abpflücken’ auf die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, graben, aufwühlen, ausreißen, raffen’ (s. auch ↗Raub, ↗raufen, ↗rauh, ↗roden). Treibriemen m. ‘endloser Riemen aus Leder, Gummi, Kunststoff zum Übertragen einer Drehbewegung’ (2. Hälfte 19. Jh.).
Zitationshilfe
„Riemen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Riemen>, abgerufen am 25.09.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Riemen

Riemen2 m. ‘Ruder’, ahd. riemo, rēmo (Hs. 13. Jh.), mhd. rieme ‘Ruder(stange)’, mnd. rēm(e), afries. rēma, mnl. rieme, nl. riem sind entlehnt aus lat. rēmus ‘Ruder’ (mit ie aus ē).
Zitationshilfe
„Riemen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Riemen>, abgerufen am 25.09.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -