Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Sülze, ...

Sülze f. ‘in Aspik salzig-sauer angerichtete Fleisch- oder Fischstückchen’, ahd. sulza ‘Salzwasser, Sülzwurst’ (9. Jh.), mhd. sulz(e), (md.) sülze ‘Salzwasser, Sole, Brühe, gallertartige Speise’, nhd. Sülze, (obd.) Sulz, asächs. sultia, mnd. sülte, mnl. sult(e), nl. zult ‘Sülzwurst, Sülze’ gehören mit Ablaut zu dem unter ↗Salz (s. d.) behandelten germ. Substantiv. Schon früh wird die Bezeichnung für ‘Salzwasser, -brühe’ auf die in salziger, zu Gallert erstarrender Masse zubereiteten Fleischspeisen übertragen. sülzen Vb. ‘Sülze herstellen’ (15. Jh.), ‘Salz sieden’ (18. Jh.); in heutiger Umgangssprache ‘umständlich, nichtssagend daherreden’, wohl ausgehend von der Vorstellung der weichen, wabbeligen Gallertmasse.
Zitationshilfe
„Sülze“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/S%C3%BClze>, abgerufen am 29.02.2020.

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