Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Schall, ...

Schall m. ‘Klang, Ton, Geräusch’, in der Physik ‘wellenförmig sich ausbreitende akustische Schwingungen’, ahd. scal (Hs. 12. Jh.; zuvor hornscal, um 1000), mhd. mnd. schal ‘lauter Ton, Geräusch, Getöse, Gesang, Gelächter, Jubel, Klage, Geschrei’, mnl. scal, nl. schal, schwed. skall ist mit Ablaut zu dem unter ↗Schelle1 (s. d.) angeführten starken Verb für ‘tönen’ (im älteren Nhd. schellen) gebildet. schallen Vb. ‘laut und nachhallend tönen, weithin hörbar sein’. Das vom Substantiv abgeleitete schwache Verb löst starkes schellen ‘tönen’ (s. ↗Schelle1) ab (17. Jh.), übernimmt aber zum Teil dessen starke Präteritalformen (so stehen noch heute schallte und scholl nebeneinander).
Zitationshilfe
„Schall“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Schall>, abgerufen am 27.10.2020.

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