Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Scheit, ...

Scheit n. ‘abgespaltenes Stück Holz’, ahd. -skīt (vgl. grabūnskīt, Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. schīt, aengl. scīd, engl. (mundartlich) shide, anord. skīð ‘Scheit, Schneeschuh’ (s. ↗Ski) führen auf germ. *skīda- n. ‘Gespaltenes’ und stehen im Ablaut zu dem unter ↗scheiden (s. d.) behandelten Verb. Neben dem Plur. mhd. schīte, nhd. Scheite entwickelt sich in Analogie zur Pluralform der es/os-Stämme ein neuer Plur. mhd. schīter, nhd. Scheiter, zu dem das Verb scheitern ‘zugrunde gehen, erfolglos sein’, eigentlich ‘in Stücke gehen’ (17. Jh.), zuvor zu-, zerscheitern (16. Jh.), gebildet wird, wohl aus Wendungen wie zu Scheitern gehen ‘in Trümmer auseinanderbrechen’ (16. Jh.), besonders vom Schiffbruch (17. Jh.)., Scheiterhaufen m. ‘aufgeschichteter Holzstoß’, auf dem Leichen, Verbrecher, Ketzer verbrannt wurden (16. Jh.). S. auch ↗Richtscheit.
Zitationshilfe
„Scheit“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Scheit>, abgerufen am 10.08.2020.

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