Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Schlegel, ...

Schlegel m. ‘Schlagwerkzeug, Hammer, Klöppel, Trommelstock’, südd. ‘Keule’ (vom Schlachtvieh), ahd. slegil (9. Jh.), mhd. slegel ‘Werkzeug zum Schlagen, Keule, Flegel, schwerer Hammer’, auch ‘Ort, wo geschlagen wird, Schmiede, Schlachthaus’, wie Hebel, Würfel, Zügel (s. d.) mit dem für die Bildung von Gerätebezeichnungen üblichen Suffix germ. -ila- zu dem unter schlagen (s. d.) behandelten Verb. Durch orthographische Regelung (im 18. Jh.) davon unterschieden Schlägel m. ‘Fausthammer der Bergleute, Fäustel’ (16. Jh.). schlegeln, schlägeln Vb. ‘wiederholt (mit dem Schlegel) schlagen, hämmern, prügeln, sich schnell hin und her bewegen’, frühnhd. slegelen ‘sich schnell hin und her bewegen, zappeln, zucken’ (15. Jh.).
Zitationshilfe
„Schlegel“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Schlegel>, abgerufen am 19.01.2022.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -