Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Schmutz, ...

Schmutz m. ‘Unrat, Kehricht, Dreck’, frühnhd. smuz ‘anhaftender Dreck, Schmiere, Fett’ (15. Jh.), in obd. Mundarten auch ‘Fett, Schmalz, Butter’, engl. smut ‘Schmutzfleck, Ruß’ ist verwandt mit nl. (älter) mot ‘feiner Regen’, mittelrhein. mot ‘Nebel’ und führt wie ↗schmuddelig und ↗Moder (s. d.) auf eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *meu-, *mū̌- ‘feucht, modrig’, auch ‘beschmutzen’. schmutzen Vb. ‘schmutzig werden’, frühnhd. smuczen, smutzen ‘beflecken, schädigen’, (md.) smotzen ‘schmutzig sein’ (15. Jh.). schmutzig Adj. ‘dreckig, unsauber’ (15. Jh.), auch schmotzig (16. Jh.).
Zitationshilfe
„Schmutz“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Schmutz>, abgerufen am 29.10.2020.

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