Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Staude

Staude f. ‘strauchartige, winterharte Pflanze, Salatkopf’, ahd. stūda (9. Jh.), mhd. stūde ‘Staude, Strauch, Busch, Rute’, mnd. stūde (auch n.) ‘Gebüsch, Gestrüpp’. Herkunft ungewiß. Offensichtlich eine Dentalableitung. Vielleicht zu der im Germ. häufig (in verschiedenen Erweiterungen) vertretenen Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein, starrer, fester Gegenstand, Pflanzenstamm oder -stiel; steif gehen, stolpern, fallen, stolzieren’. Oder im Sinne von bestielte, stehende Pflanze zur schwundstufigen Form der unter ↗stauen angeführten Erweiterung *st(h)āu-, *st(h)ū- der Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ (s. ↗stehen).
Zitationshilfe
„Staude“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Staude>, abgerufen am 21.10.2020.

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